Spendenstand für Borgward L.T. 4.








Mal nicht aus der handwerklichen Kategorie kommt hier ein Beitrag von der Bremen Classic Motor Show in den Messehallen Bremen. Diese Veranstaltung mit jährlich über 45000 Besuchern setzt in der Oldtimer-Szene immer am Jahresanfang ein Highlight und ist selbstverständlich aufgrund ihrer Örtlichkeit in Sachen "Borgward" ein Muß!
Freundlicherweise gewährte uns der Borgward-Club e. V. mit Sitz in Bremen Unterschlupf auf ihrem Messestand, und erfreute sich im Gegenzug regen Interesses an dem ausgelegten Informationsmaterial. Das große Bild des LT zwischen einem Goliath-Dreirad und einem Isabella Kombi ließ einige Besucher länger verweilen. Hoffen wir mal, daß als Reaktion auf die vielen verteilten Prospekte auch etwas auf dem Spendenkonto eintrifft.

Vielen Dank den netten Kolleg(inn)en vom Borgward-Club!

 

Heute bestand Gelegenheit, den aktuellen Zustand des Fahrgastteils zu begutachten. Das Dachmittelteil war nun probeweise montiert und es kann ein Eindruck vom Fahrzeuginnenraum gewonnen werden. Schließlich war schon bei unserer ersten Begutachtung in Sehne kein Dach mehr im Auflieger vorhanden. 
Das Dachmittelteil besteht aus Nut- und Federbrettern, über die später eine Dachfolie gespannt wird.

 

Am 11. Januar war eine Delegation der Selfkantbahn zu Besuch beim NVC in Oberhausen. Stolz gewährt Sascha Hoffmann einen Blick in den Motorraum. Auch die Rückansicht kann entzücken: Im Unterschied zu den Straßenzugmaschinen von Borgward ist der Auspuff beim L.T. hinten am Führerhaus weit nach oben gezogen. So wurde verhindert, daß die Abgase in den Auflieger gelangen konnten. Im Laufe der Jahre wurde die Ausführung mehrfach geändert. (Alle Aufnahmen Bernd Fasel).

 

Durch unsere Facebook-Seite erhielten wir Kontakt zu einem Eisenbahnfreund aus Hessen, der sich bereiterklärte, die Kunstledersitze der Zugmaschine für uns aufzuarbeiten. Bei einer ersten Sichtung zeigte sich, daß dies sogar unter vertretbarem Aufwand unter Beibehalt von relativ viel Originalsubstanz möglich sein wird. Auffallend ist, daß alle drei Teile (zwei Sitzteile und eine durchgehende Rückenlehne) verschiedene Kunstlederbezüge aufweisen. Möglicherweise sind schon zu SVG-Zeiten Teile getauscht oder erneuert worden.

Am heutigen Tage ereilte uns aus Oberhausen die erfreuliche Nachricht, daß der Probelauf des Motors erfolgreich war.
Dazu gibt es noch eine Reihe aktuelle Bilder des Motorraumes. Die hölzernen Distanzstücke zwischen den Kraftstoffleitungen sind übrigens so Original. Speziell bei den Borgwardtriebwagen ist der zweistufige Luftpresser, der den Anforderungen des Eisenbahnbetriebs genügen muß.

Seit Mitte September wurden diverse Leitungen und Anbau-Aggregate am Motor montiert. Letzten Samstag fehlten nur noch ein passendes Thermostat und der Keilriemen - dann kann der Motor zum Probelauf angelassen werden!
Auch die Auspuffanlage ist fertig und montiert. Zwischen den demontierten Kotflügeln und der Hinterachse ist, angelehnt an das Fahrgestell, die Sattelkupplung für den Auflieger zu sehen.   

In den letzten Tagen hat sich der Motorraum gefüllt. Dieselfilter, diverse Leitungen, die überholte Wasserpumpe und der Kompressor für die Bremse sind angebaut. Abweichend vom üblichen Kompressor mit 1 Zylinder hatte die SVG für den Bahnbetrieb einen zweizylindrigen Kompressor von Knorr angebaut. Der originale Kompressor vom LT4  ist leider in Hannover verloren gegangen - im Fundus der Selfkantbahn fand sich aber genau der richtige Typ, der zudem von der Sylter Inselbahn stammt! Er war in der Diesellok V14 eingebaut und wurde bei der Selfkantbahn vor gut 30 Jahren durch einen größeren Kompressor ersetzt. Gut, daß damals der alte Kompressor im Lager hinten ins Regal kam und sich der Schreiber erinnnerte, daß man nach dem ausgebauten Kompressor mal suchen sollte... 

Zwischenzeitlich ist in Oberhausen der Motor in das Fahrgestell eingebaut und wird ans Laufen gebracht. Ohne die Hilfe der LKW-Freunde von der Borgward-IG wären wir sicherlich an mancher Stelle im Projekt bisher hängen geblieben. Der alte Tank vom LT 4 war nicht nur stark verrostet, sondern auch eingebeult. Möglicherweise waren das noch Spuren eines Unfalls auf der Insel Sylt. Ein Freund aus der Borgward IG konnte einen passenden Tank in genau der richtigen Ausführung (mit Tankstutzen vorne - damit dieser dem Auflieger nicht im Wege ist) auftreiben. (Aufnahmen: NVC)

 

In der "Arbeitswoche" der Selfkantbahn wurden die beiden Achsen des Drehgestells gestrichen. Auch am Drehgestell selber wurden verschiedene Anbauteile demontiert, entrostet und grundiert. Leider bremst die momentane Hitzewelle ab Nachmittag den Arbeitsfortschritt am Drehgestell ein....

 

Nach langer Pause kam wieder ein Besuch in Geilenkirchen zustande. In der Zwischenzeit hat der Auflieger eine graue Grundierung erhalten. In Kürze wird das sogenannte Leichtbaudach, eine gemischte Holz-Metall-Konstruktion, aufgebaut werden. Danach geht es inwändig mit dem Fußboden weiter.

 

 

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