Spendenstand für Borgward L.T. 4.








Auch an der Borgward-Zugmaschine geht es jetzt weiter. Das Fahrgestell ist in seine Baugruppen zerlegt und kann jetzt gut befundet werden. Am Samstag wird vor Ort in Oberhausen besprochen welche Arbeiten konkret erforderlich sind.

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Bei Regenwetter haben wir uns heute in die Werkstatt zur Aufarbeitung von Kleinteilen zurückgezogen.
Zwischen dem 17.06.1972 in Mülheim und seinem Abtransport 1978 in Aachen hat der LT4 sein Drucklufthorn auf dem Kotflügel verloren. Nach der Bauartbeschreibung und der Beschriftung im Sicherungskasten war dieses Drucklufttyphon elektrisch angesteuert worden. Glücklicherweise haben wir genau ein solches Typhon der Marke Hella bei uns im Lager liegen, welches zudem auch noch von der SVG stammt! (Bild 2) Die SVG hatte dieses Typhon 1957 beim Umbau der Diesellok L 20 (heute IHS V 14) eingebaut. Bei der Aufarbeitung der V14 bei der Selfkantbahn im Jahr 1982 und dem Ersatz der maroden 12 V Verkabelung durch eine eisenbahntypische 24 V Elektrik hatten wir dieses Typhon gegen ein Makrofon der Marke Zoellner getauscht. Ein Test ergab, daß das vor über 30 Jahre eingelagerte Typhon noch funktioniert!
Entrostet und neu lackiert wurde auch das Läutewerk des LT 4. Auf dem Bild 3 ist es von der Unterseite zu sehen. Im Betrieb wird die Glocke (die auf dem Bild sichtbare "Schüssel")  per Druckluft mit einer Stahlkugel angeschlagen. Nach dem Drucktrocknen der Farbe wird nächste Woche das Läutewerk wieder montiert und bis zum Einbau ins Fahrgestell eingelagert. Ebenso haben wir das "Anhänger-Dreieck" zerlegt (Bild 4). Mit ihm wurde bei der Inselbahn signalisiert, daß ein weiterer Triebwagen dem L.T.4. folgte. Das Unterteil des Anhänger-Dreiecks konnten wir gangbar machen und es wird nach Entrostung, Lackierung, Verkabelung und Schmierung aller beweglichenTeile weiterverwendet werden können. Das Blech vom Oberteil des Anhänger-Dreiecks ist nach 28 Jahren Seeluft und weiteren 20 Jahren Abstellung unter freiem Himmel nur noch Blätterteig. Im ersten Bild ist das Gehäuse bzw. dessen Reste von innen zu sehen. Hier sind anspruchsvolle Spenglerarbeiten gefragt, sofern sich nicht noch ein gutes Tauschteil findet.

 

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Deutliche Fortschritte haben in den letzten Wochen die Karosseriearbeiten am Auflieger bei der Fa. Senden gemacht. Die Restaurierung der Tragstruktur ist weitgehend abgeschlossen und größere Teile der Beplankung sind nachgefertigt und eingepasst. Professioniell werden die Bleche zugeschnitten und eingeschweißt (Bild 1). Auch das "Hinterteil" ist fertig (Bild 2), ebenso das zugehörige Kastengerippe (Bild 3). Im letzten Bild ein Blick von innen auf die Vorderfront vom Auflieger.

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Andilin, ein Borgward-Freund aus dem Borgward-Forum, hat die Tankanzeige restauriert. Beeindruckend ist der "vorher - nachher" Vergleich. Die Tankanzeige wirkt jetzt wie ladeneu! In die Rückseite des Gehäuses sind die Ziffern "4 53"  eingeschlagen. Dies steht wohl für April 1953; passend zum Baujahr des Triebwagens.

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Bei der Fahrer- und Beifahrertür der Zugmaschine fehlen beide Griffe. Eigentlich steht die Beschaffung von Beschlagteilen ganz am Ende einer Restaurierung. Letzte Woche ergab sich aber die Möglichkeit, aus alten Lagerbeständen zwei gut erhaltene Türgriffe auftzutreiben. Hoffen wir jetzt, dass sie nicht zu lange Vitrinenstücke bleiben müssen.

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Der Auflieger ist bei der Firma Senden von der Abstellhalle in die Werkstatt umgezogen. Die ersten neuen Bleche wurden bereits zugeschnitten, gebördelt und zum Anpassen am Gerippe provisorisch befestigt.  Gut ist auf einem der Bilder auch die Hilfsachse unter dem Auflieger zu erkennen. So kann der Auflieger schnell in der Werkstatt versetzt und rangiert werden.

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Jeder, der schon mal einen seltenen Oldtimer restauriert hat, kennt das Problem: Bei fehlenden oder abgängigen Teile beginnt die Suche nach vorhandenen Altbeständen. Falls es diese nicht mehr gibt, muss das Teil individuell nachgefertigt werden. Falls hierzu besondere Vorrichtungen und Werkzeuge angefertigt werden müssen können da schnell Einmalkosten in Höhe von einigen 1000 € anfallen. Hierzu 3 konkrete Beispiele vom LT4:

- Das Borgward Kühleremblem ("Fliege") an der Motorhaube ist verbeult und nicht mehr rettbar. Glücklicherweise hat jetzt ein Borgward-LKW Freund die Nachfertigung gestartet und wir können uns hier dranhängen. Im Bild der erste Nachguß. Wer ebenfalls für seinen Borgward LKW eine Fliege sucht und sich an der Aktion beteiligen will: Bitte in der Rubrik "Biete" des Borgward Forums nachschauen oder sich bei "Julius" unter Tel. 0173 / 68807667 melden.

- Die Griffstangen an den Sitzen sind so tief korrodiert daß sie nicht mehr neu verchromt werden können. Es geht um die mehrfach gebogene Stange oberhalb der Rückenlehnen. Ein erstes Angebot zur Nachfertigung der Griffstangen belief sich (für das Biegen der Rohre ohne das Verchromen) auf über 7,000 € - was unser Budget deutlich sprengen würde. Wer eine gute und günstige Rohrbiegerei kennt, die diese Arbeiten übernehmen könnte bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.

- Eine harte Nuß ist auch die Beschaffung der fehlenden Deckenleuchten. Hier hat uns ein Hamburger Eisenbahnfreund ein Exemplar zur Verfügung gestellt, das er vor 40 Jahren bei der Verschrottung der Schwesterfahrzeuge auf Sylt gerettet hatte Die Lampe ist eindeutig keine Einzelfertigung der Inselbahn sondern ein Serienteil. Leider gibt es weder am Sockel (vermutlich Aluminumdruckguß) noch an der Glasglocke einen Hinweis auf den Hersteller. Die meisten Bauteile am Auflieger vom LT4 sind dem damaligen Programm der Busausstatter entnommen. Die für die Sylter Leichttriebwagen typischen Deckenleuchten haben wir aber weder in einem zeitgenössischen Bus noch in einer Straßenbahn aus dieser Zeit entdeckt. Vermutungen gehen in die Richtung dass die Leuchten eventuell aus der Schiffsausrüstung stammen. Bisher war unsere Suche erfolglos. Wer hat solche Leuchten schon einmal gesehen, wer kann uns Hinweise zum damaligen Hersteller geben?

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Am Auflieger bei der Fa. Senden haben zwischenzeitlich die Arbeiten begonnen. Zunächst geht es um die Gerippenarbeiten und die Blecharbeiten am Vorbau. Wir hoffen bald hier die ersten Fotos vom Fortschritt der Arbeiten zeigen zu können.

 

 

Am 12.9.2014 wurde zwischen Vertretern der Selfkantbahn und des Geilenkirchener Autohauses Senden die Vereinbarung zur Aufarbeitung des Aufliegers des BORGWARD-Leichttriebwagens in dieser Werkstätte vereinbart. Das Fahrzeug war schon zuvor, am 28. August, in Geilenkirchen eingetroffen, und so konnten am Objekt erste Schritte besprochen werden.

 

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Die Kölner  "Zug um Zug" unterstützt unser Projekt und hat die Aufarbeitung der Sitzbänke übernommen! Die erste Sitzbank vom Auflieger ist bereits in Köln.

1984 wurde der Verein Zug um Zug e.V. mit dem Ziel gegründet, „sowohl einen Beitrag zur Behebung der Jugendarbeitslosigkeit zu leisten als auch denkmalgeschütztes Kulturgut zu erhalten.” Erstes Projekt war der Wiederaufbau des alten Worringer Bahnhofs von 1855 als denkmalgeschütztes Gebäude in Köln-Nippes durch arbeitsuchende junge Erwachsene. Seit diesem Projekt haben sich die Tätigkeitesfelder des Vereins und seiner gemeinnützigen Tochtergesellschaften deutlich erweitert und spezifiziert. Übergeordnetes  Ziel ist die gesellschaftliche Teilhabe arbeitsuchender Menschen durch Integration in Arbeit zu ermöglichen.  Dies umfasst die Organisation und Durchführung von Angeboten zur

  • Beschäftigung,
  • Qualifizierung und
  • Arbeitsvermittlung

Ausführliche Information zu Zug um Zug sind im Internet unter www.zugumzug.org zu finden.

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Ein Arbeitseinsatz in Sehnde wurde genutzt, um den jetzt im Freien und nicht mehr im Dunkeln stehenden und von allen Seiten gut zugänglichen Wagenkasten zu inspizieren:
Der Rahmen ist in einem guten Zustand. Hier sind außer Sandstrahlen und Lackieren keine größeren Arbeiten erforderlich. Auch das Tragwerk oberhalb des Fußbodens ist nach Augenschein in einem eher noch guten Zustand. Unterhalb der Fußbodenebene sind die Ständer hingegen angenagt und ein an der Unterkante umlaufendes L-Profil ist nur noch in Fragmenten vorhanden. Auf der "Beifahrerseite" ist an der Öffnung der Schiebetür ein neuer Ständer eingeschweißt worden. Der zweite Ständer der Türöffnung ist herausgetrennt. Ein neues U-Profil wurde passend gebogen und eingepasst, beim vor 20 Jahren abgebrochenen Restaurierungsversuch aber nicht mehr eingeschweißt. Auch in das Dach wurden an den Außenkanten an einigen Stellen Reparaturbleche eingepaßt.
Außer zwei Aufnahmen von Triebwagen L.T.1 - der zudem in Detail vom L.T. 4. abwich - sind uns von den Sylter Triebwagen leider keine Innenaufnahmen bekannt; das gleiche gilt für das Fahrerhaus. Vielleicht kann uns hier ein Leser weiterhelfen?

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Bei einem weiteren Termin am 27. Mai wurden vor Ort in Oberhausen die ersten Gewerke an der Zugmaschine besprochen. In zwei bis drei Monaten wird in der Werkstatthalle ein Platz frei und die Arbeiten können dann beginnen.

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Auch in Schierwaldenrath wird es mit den Arbeiten jetzt weitergehen:

  • Überholung Vorderachse, Federn und Radscheiben
  • Durchsicht Getriebe und neu abdichten
  • Reinigen und Ausbessern der Orginal-Sitzbank aus dem Fahrerhaus
  • Demontage der restlichen Anbau- und Beschlagteile vom Fahrerhaus; Dokumentation vom Fahrerbaum und Korrosionsvorsorge


Da diese Arbeiten momentan i.W. als "one man show" laufen, werde ich hiermit in den nächsten Monaten gut ausgelastet sein. Wer mitarbeiten will: Einfach bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden.