Spendenstand für Borgward L.T. 4.








Axel Zwingenberger, der „Boogiemaster of the world“, so nannten ihn britische Kritiker, spielte am 7. März 2015 im Forum der Europaschule in Herzogenrath ein Unterstützungskonzert für das Restaurierungsprojekt des L.T. 4. der Selfkantbahn. Das multimediale Piano-Konzert stand unter dem Titel „Vom Zauber der Züge“ und fand im Rahmen des Kulturprogrammes der Stadt Herzogenrath statt.

Im ersten Teil des Konzertes spielte Axel Zwingenberger Boogie Woogie-Stücke, die allesamt das Thema Eisenbahn aufgriffen. Dazu präsentierte seine Frau Eva Bilder aus dem Buch ´Vom Zauber der Züge´, in dem Axel in beispiellosen Nachtaufnahmen das Thema Dampfzüge für die Nachwelt festgehalten hat. Mit seinen unverwechselbaren Interpretationen von Blues- und Boogie Woogie-Stücken, die selbst noch Kinder des Eisenbahnzeitalters sind, setzte er die schwarzen, rußigen Lokomotiven, den schweren Güterzug oder den schnellen Nachtexpress in Bewegung. Sein furioses Klavierspiel und die Bildprojektionen aus seinem wunderbaren Bildband nahmen die Konzertbesucher mit auf eine unvergessliche Reise in die Welt der Eisenbahn. Dazu dann noch die Erläuterungen zwischen den einzelnen Titeln und die Anekdoten zur Erstellung der Bilder – ein unvergesslicher Abend für alle, die den Weg nach Herzogenrath gefunden hatten. Und die Besucher kamen teils von weit her, die nachweisbar weitest angereisten Gäste kamen aus der Nähe von Sulingen.

Der Reinerlös des Konzertes kommt dem Restaurierungsprojekt der Selfkantbahn zu Gute: der letzte erhaltene Borgward-Leichttriebwagen L.T.4 der Sylter Inselbahn, ein einmaliges Schienenfahrzeug aus der Geschichte der deutschen Schmalspurbahnen, das von 1952 bis 1970 auf der Insel unterwegs war, soll für die Selfkantbahn wieder betriebsfähig hergerichtet werden. Für Axel Zwingenberger, Mitbegründer der „Stiftung Kultur auf Schienen“, die die Erhaltung und den Betrieb historischer Schienenfahrzeuge fördert, war es keine Frage, das Projekt der Selfkantbahn mit seinem Konzert zu unterstützen.

Ihm und seiner Frau Eva sei an dieser Stelle für Ihre Unterstützung auf das herzlichste gedankt.

Detlef Boettcher     Bernd Fasel     Jörg Pentz

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Fotos: Timo Boettcher

Ende der 9.KW 2015 wurde der Auflieger in Stolberg bei der Firma Schmitz gestrahlt und grundiert. Unser Mitglied Martin Kilb ließ es sich nicht nehmen direkt heute in Stolberg vorbeizuschauen, um Rahmen und Gerippe des Aufliegers in seiner ganzen Pracht aufzunehmen. Die Größe der Oberflächen ist nicht zu unterschätzen: Gut 30 Liter Brantho-Korrux nitrofest wurden als Grundierung nach dem Strahlen aufgetragen. Der Lack ist übrigens eine Spende des Herstellers.

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Neues von der Aufarbeitung der Original-Instrumente bei Andreas Jeschke: Auch das Doppelmanometer für die Druckluftbremse und die Temperaturanzeige sind fertig! Anbei der jeweilige Vergleich "vorher - nachher".

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Heute haben wir in der Wagenhalle in Schierwaldenrath die Radreifen und Radscheiben der Zugmaschine lackiert. Nach dem Aushärten der Farbe können wir die Teile wenden und am nächsten Samstag die Rückseiten streichen. Danach geht es an den Zusammenbau, wobei das einzelne montierte Rad aus mehr als 100 Einzelteilen besteht!
Auch vom Auflieger gibt es Neues: Nächsten Mittwoch geht der Rahmen mit dem fertiggestellten Spanten-Gerüst zum Sandstrahlen und Grundieren.  

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Heute am Vormittag haben wir die gestrahlten Radscheiben und Radreifen in Oberhausen abgeholt. In Schierwaldenrath werden die Räder gestrichen und wieder zusammengebaut. Nach dem Entladen ging es mit dem Anhänger weiter nach Gillrath um dort die eingelagerten Holzstreben vom Dach des Aufliegers und die Reste der Verkleidung der Standheizung aufzuladen. Sie werden in der kommenden Woche zur Fa. Senden nach Geilenkirchen gebracht.

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Ein paar aktuelle Bilder aus dem NVC in Oberhausen:
- Kardanwelle  (vorne) und Zwischenwellen (hinten)
- Auf der "Hantelbank" liegt die gestrahlte Vorderachse.
- Die beiden Seitenteile vom Hilfsrahmen mit den Führungen für die Achslagerkästen der Hinterachse
- Der grundierte Rahmen wieder zurück in der Werkstatt

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Die erste Blattfeder ist zerlegt und entrostet.

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Heute haben wir das Getriebe und die Blattfedern in Oberhausen abgeholt und den Rahmen in der Strahlhalle begutachtet. Beim Sandstrahlen sind keine größeren Korrosionsschäden sichtbar geworden. Auch die Gelenkwellen können nach dem Stand der Dinge weiter verwendet werden. In der nächsten Woche werden die gestrahlten Teile grundiert.
In Schierwaldenrath haben wir neugierig den Getriebedeckel abgenommen: Das Getriebeöl hat sich in den über 40 Jahren Standzeit in eine honigartige Masse verwandelt. Offenbar hat dieser "Honig" aber eine gute Korrosions-Schutzwirkung. Auf den Getriebezahnrädern ist kein Rost zu entdecken. Augenscheinlich sind die Zahnräder auch sonst in einem guten Zustand. Sollten sich auch nach der Reinigung keine Schäden zeigen kann sich die Aufarbeitung des Getriebes auf den Austausch von Dichtungen und das  Lackieren beschränken.

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Heute wurde in Oberhausen beim NVC ( http://www.nvc-oberhausen.com )  der Rahmen inspiziert.  Im Summe zeigt sich der Rahmen in einem noch recht guten Zustand. Sollten beim Sandstrahlen nicht weitere Schäden entdeckt werden, beschränkt sich die Instandsetzung auf einzelne Ausleger und Traversen.
Nach dem Sandstrahlen und Grundieren geht es in Oberhausen an der Hinterachse, den Kardanwellen und der Druckluftbremsanlage weiter.
In Eigenregie arbeiten wir parallel in Schierwaldenrath Radscheiben, Blattfedern, Vorderachse, Bremsgestänge und Getriebe auf. 

Eine neue Erkenntnis ist, daß die Vorderachse 1953 offenbar nicht aus Teilen der orginalen LKW-Vorderachse aufgebaut wurde, sondern wohl aus dem Baukasten des Fahrzeugbauers Köhler entstammt. Eigentlich nicht verwunderlich,  war doch der LKW-Anhängerbau in den 1950er Jahren das Hauptgeschäft von Köhler.

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Auf dem Deckel der Radnabe der Vorderachse ist das Logo von Fahrzeugbau Köhler (Elmshorn) zu erkennen.
Auch die Hinterachse ist gegenüber der orginalen LKW-Ausführung modifiziert. Auf die Radnaben sind kurze Wellenstümpfe für die Lager der außen angebauten Zusatzfederung angeschraubt.

 

3 Aufnahmen von einem kurzen Besuch beim Autohaus Senden in Geilenkirchen: Die Front des Aufliegers ist fertig geformt. Die Fensterbänder liegen bereits und die Türrahmen sind rekonstruiert.

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